Nationalparkverwaltung
Berchtesgaden

Überschrift :: Standort und Geschichte Grundstück des ehemaligen Hotels „Berchtesgadener Hof“

Standort und Geschichte

Das ehemalige Nationalpark-Haus am Franziskanerplatz entsprach aufgrund räumlicher und denkmalschützerischer Belange nicht mehr den internationalen und nationalen Richtlinien des besonderen Bildungsauftrags eines Nationalparks. Daher entschied der Bayerische Ministerrat im Jahr 2003 anlässlich des 25-jährigen Bestenhens des Nationalparks ein neues Zentrum für ökologische Information und Bildung zu schaffen.

Resultat ist das heutige „Haus der Berge“, das zentral auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels „Berchtesgadener Hof“ in der Marktgemeinde Berchtesgaden liegt. Mehrere Aspekte waren für die Wahl des 17.000 qm großen Geländes ausschlaggebend:

  • sehr gute Erschließung zum öffentlichen Nahverkehr,
    zur Bahnstrecke Freilassing-Salzburg und den Bundesstraßen B 305 sowie B 20
  • ideale Blickbeziehung zum Nationalpark
  • abwechslungsreiche Gestaltung des Außengeländes durch die Hanglage
  • optimale räumliche Ergänzung zu den dezentralen Informationsstellen des Nationalparks
  • keine räumliche Konkurrenzsituation zu den anderen touristischen Einrichtungen
  • neue, ansprechende Ortsrandgestaltung
  • gute räumliche Anbindung an die Jugendherberge
  • keine neue Flächeninanspruchnahme, aktives Flächenrecycling

Nach Vorlage eines ersten Bebauungsplanes im Frühjahr 2007 gab das Bayerische Umweltministerium eine „Machbarkeitsstudie“ für die Gestaltung des Ausstellungsbereichs in Auftrag. Die Studie wurde von der Firma "Intertainment Kulturmanagement GmbH" entwickelt und war Grundlage der Ausschreibung zur Ausstellungsgestaltung im Herbst 2007. Leitmotiv ist die Darstellung unterschiedlicher Lebensräume: Vom Grund des Königssees über Wald und Almen bis hin zu Fels (= „längste Vertikale“). Das Planungsbüro Atelier Brückner aus Stuttgart setzte sich mit seinem modernen Ausstellungskonzept in Anlehnung an Richard Strauß’ „Alpensymphonie“ beim EU-weiten Wettbewerb durch.

Bauherr ist der Freistaat Bayern, konkret das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in München. Der Architektur-Entwurf stammt vom Staatlichen Bauamt Traunstein, mit der die Ausführungsplanung wurde das Architekturbüro Leitenbacher, Spiegelberger in Traunstein beauftragt.

Die Kosten des Projekts trugen der Freistaat Bayern mit 15 Mio. Euro und die EU mit 3 Mio. Euro; die restliche 1 Mio. Euro stammt aus Drittmitteln.

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Überschrift :: Standort und Geschichte Grundstück des ehemaligen Hotels „Berchtesgadener Hof“

Tor zum Alpen-Nationalpark

Das „Haus der Berge“ versteht sich als „Tor zum Nationalpark Berchtesgaden“. Dabei soll ein Besuch im Nationalparkzentrum den Besuch im Schutzgebiet nicht ersetzten, es bietet vielmehr einen hervorragenden Einstieg oder Abschluss für Wanderungen innerhalb des einzigartigen Naturjuwels – übrigens dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands! Im Informationszentrum finden Sie alle wichtigen Informationen und Tipps rund um Ihren Besuch im Nationalpark.

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Kein Nachbau von Natur

In den Ausstellungen wird Natur nicht „nachgebaut“. Museen dieser Art gibt es viele und das „Haus der Berge“ möchte sich auch hier deutlich unterscheiden: Die Hauptausstellung – auch der begehbare Berg selbst - wird nahezu komplett aus farbneutralem, heimischen Holz als „begehbares Landschaftspanorama“ gebaut. Oberstes Ziel des Zentrums ist es, die Menschen für einen Besuch der „realen Natur“ im Nationalpark zu begeistern.

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Begeistern statt belehren

Weder das „Haus der Berge“ allgemein noch die Ausstellungen im Speziellen verstehen sich als klassisches Naturkundemuseum. Die Texttafeln in den Ausstellungen sind auf ein notwendiges Minimum reduziert. Im Vordergrund steht die Vermittlung zentraler Botschaften im Rahmen des Bildungsauftrages der Nationalparkverwaltung. Ziel ist es, die Menschen für die Natur und den Schutzgebietsgedanken zu begeistern. Besondere Interessen können über individuell auswählbare Routen mit Hilfe eines Audioguides verfolgt werden.

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Architektur und Ausstellung „Hand in Hand“

Die Architektur des Informationszentrums ist das Ergebnis einer kooperativen Planung von Architekten und Ausstellungsplanern. Grundlage hierfür bildete das inhaltliche Konzept des Stuttgarter Büros Atelier Brückner. Somit handelt es sich bei der Architektur um die konsequente Weiterführung der inhaltlich-konzeptionellen Idee und bildet so einen Teil der Gesamtphilosophie. Der Architektur-Entwurf stammt vom Staatlichen Bauamt Traunstein, mit der Ausführungsplanung wurde das Architekturbüro Leitenbacher, Spiegelberger in Traunstein beauftragt. Bauherr ist das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in München.

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Einen Schatz bewahren

Eine markante architektonische Hülle aus Glas und Cortenstahl stülpt sich über den Berg im Inneren des Informationszentrums. Diese so genannte Bergvitrine symbolisiert die Bedeutung dieser Landschaft für die heimische Bevölkerung – nämlich einen einmaligen Schatz der Natur, den es zu bewahren und zu schützen gilt. Auch auf den Schutz der Vögel wurde beim Bau geachtet, denn große Glasflächen können für Vögel eine tödliche Falle darstellen. Um Zusammenstöße zu vermeiden, wurden Spezialgläser verwendet. Die geöffneten Lamellen der Bergvitrine können gut von den Vögeln wahrgenommen werden, und es wurden keine optisch attraktiven Durchflugbereiche geschaffen.

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Standort und Geschichte des Nationalparkzentrums 'Haus der Berge' in Berchtesgaden - Internetangebot

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